Liebe Interessierte am Nach-Denk-Brief!
Liebe Freundinnen und Freunde!

Verwandlung – das ist Leben.

Alles ist dauernd in Verwandlung, im Sich-Ändern, alles ist ununterbrochen im Fluss, das wusste schon Heraklit von Ephesos (ca.500 v. Chr.).

Wir sind mit diesen Bildern an der Donau, jeweils nur wenige Stromkilometer auseinander, zeitlich knapp hintereinander. Dennoch hat man den Eindruck, es wären völlig unterschiedliche Gewässer, völlig unterschiedliche Situationen.
Dieses erste Bild ist knapp nach Stromkilometer 0 entstanden. Ein grünes ruhiges Gewässer, mit relativ niedriger Wassertiefe. Das Delta der Donau ist Naturreservat mit über 5000 km2 wo über 5000 Pflanzen- und Tierarten beheimatet sind.

1.Mos 2: Und es geht aus von Eden ein Strom, den Garten zu bewässern, und teilt sich von da in vier Hauptarme. Der erste heißt Pischon.
Der Pischon wird unterschiedlich gedeutet, von manchen als Ganges, von einigen aber auch als Donau. Sie ist mit ca. 2800 km der zweitlängste Fluss Europas, durchfließt 10 Länder und 4 Hauptstädte. Kein Wunder, dass sich da vieles verändern und verwandeln kann.

Doch bereits auf den ersten Kilometern stromaufwärts wandelt sich alles. Aus dem grünen Gewässer gleitet man in silbrig-bräunliche Zonen. Immer noch still und ruhig fließend, doch völlig verändert in der Erscheinung. Auch die kleinen Wellen sind völlig anders.

Zur Verwandlung gehören natürlich immer äußere Einflüsse. Aber gerade bei dem Strom erkennen wir: auch das Innere spielt eine wesentliche Rolle – Was wächst in dem Wasser, wie ist der Untergrund beschaffen, welche Schwebeteilchen sind in dem Wasser enthalten? usw.

Ein erster Denkimpuls für heute:

Welche innere Qualität fördert meine Verwandlung. Was alles schwebt in mir – und „schwebt mir vor“ – wie wir so trefflich formulieren, um Veränderung zulassen zu können. Und auf welchem Grund stehe ich – ist der wandelbar, ist er immer derselbe? Was darf in mir wachsen und gedeihen und zur Frucht reifen?

Verwandlung hat viel mit meinem Inneren zu tun.

Verwandlung hat auch mit meinem Mut zu tun, ob ich eine solche zulasse, ja vielleicht sogar befördere, aktiv mitgestalte oder ob ich versuche, sie zu verhindern.

Ich bin gespannt auf den Weg der Verwandlung, den inneren Wandlungsweg. Vielleicht will mir ja jemand erzählen von dem, was in dem Zusammenhang bewegt. (hetzendorf@evang.at)
Ich jedenfalls wünsche uns allen ein fröhliches Voranschreiten – angstfrei und neugierig – auf diesem stetigen Wandlungsweg!

Eure

Ingrid Vogel